Neuigkeiten
Liebe Freunde des Goethe-Theaters,
verehrte Damen und Herren,
wieder einmal ist es soweit, am Osterwochenende beginnt zum 210. Mal die Saison des Goethe-Theaters, der Theatersommer. Über fünfzig Mal wird sich der Vorhang für ein breitgefächertes Repertoire zwischen dem 7. April und dem 28. Oktober dieses Jahres heben. Von knapp 20.000 zur Verfügung stehenden Eintrittskarten sind bereits knapp 13.000 Karten verkauft, es ist also auch für „Kurzentschlossene“ noch Gelegenheit, Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Die Opern Wolfgang Amadeus Mozarts gehören seit über 200 Jahren zum Repertoire unseres Hauses. 2012 zeigen wir „Die Hochzeit des Figaro“ (in deutscher Sprache, Inszenierung der Oper Halle), „Don Giovanni“ (in italienischer Sprache, Theater Magdeburg), „Der Schauspieldirektor“ mit dem genialen Otto Schenk in der Titelrolle, „Entführung aus dem Serail“ (Oper Halle) und schließlich, zum Ende der Saison „Così fan tutte“, in Originalsprache als Inszenierung der Musikhochschule Weimar von Elmar Fulda. Die deutsche romantische Oper erlebt in Bad Lauchstädt 2012 Premieren ihrer berühmtesten Vertreter: Friedrich von Flotows „Martha“ und der lang erwartete „Freischütz“ Carl Maria von Webers. Das Lauchstädter Portfolio wäre unvollkommen, verzichtete man im Spielplan auf die Opern Georg Friedrich Händels. Mit „Rinaldo“ (konzertant) und „Xerxes“ bringen wir zwei Inszenierungen der Händel-Festspiele Halle aus den Jahren 2009 und 2011 erneut zur Aufführung.
Im Schauspiel gibt es neben der „Hofmeister“ Premiere des Goethe-Freundes Jakob Michael Reinhold Lenz, „des einzigen Gegenwartsstückes der Sturm-und-Drang-Zeit“ (Jörg Steinberg) noch eine kleine Gastspiel-Sensation. Das berühmte Deutsche Theater aus Berlin reist zu einem Gastspiel nach Lauchstädt und erinnert an das Erstgastspiel im Juni 1912. Das Ereignis wird von einer Ausstellung im Kleinen Kursaal begleitet.
René Schmidt,
Geschäftsführer
Theaterzug verkehrt zwischen
Halle (Saale) und Bad Lauchstädt
In den zwanziger und dreißiger Jahren verkehrten die Sonderzüge zwischen den Metropolen des Deutschen Reichs und dem stillen, abgelegenen Luxus- und Modebad Lauchstädt noch regelmäßig. Inzwischen ist Bad Lauchstädt individuell über ein bestens ausgebautes Autobahnnetz zu erreichen. Trotzdem bieten wir als umwelt- und familienfreundliche Alternative eine durchgehende, kostengünstige und auf unsere Vorstellungszeiten zugeschnittene Bahnverbindung an. Vom Hauptbahnhof Halle (Saale) verkehren an den sogenannten „Theatertagen“ Sonderzüge der Burgenlandbahn nach Bad Lauchstädt und zurück. Zwischenhalt ist jeweils in Merseburg.
Termine für den Theaterzug:
29. April (Jungfernfahrt mit gastronomischer Betreuung durch das Restaurant „Lauchstedter Gaststuben“ )
17. und 28. Mai | 24. Juni | 1., 8. und 15. Juli | 29. September | 6., 14. und 27. Oktober
Fahrplan
Abfahrt Halle (S) Hbf 12:47 Uhr Bahnsteig 11
Ankunft Bad Lauchstädt 13:23 Uhr
Abfahrt Bad Lauchstädt 18:29 Uhr
Ankunft Halle (S) Hbf 19:04 Uhr Bahnsteig 3
Gratis-Führungen nach jeder Theatervorstellung
Der Ruf des historischen, von Goethe geplanten und dem Architekten Heinrich Gentz errichteten Theaters zieht jedes Jahr tausende Menschen in unsere Stadt. Viele kommen in der Hoffnung, nach den Vorstellungen auch einen Blick hinter die Kulissen und unter ‚die Bretter, die die Welt bedeuten‘, werfen zu dürfen. Was bisher nur im Rahmen der regulären Führung gegen Entgelt möglich war, ist in diesem Jahr für Inhaber einer gültigen Theaterkarte im Anschluss an die jeweilige Vorstellung Teil des ‚Gesamterlebnisses Bad Lauchstädt‘. Besonders reizvoll ist es, dabei das geschäftige Treiben der Bühnenarbeiter erleben zu können, den Umbau der Bühne und die eben noch benutzten Garderoben der Künstler und die Maskenbildnerei zu sehen. Start der Führungen ist immer 10 Minuten nach Vorstellungsschluss am Orchestergraben, bei ausverkauften Vorstellungen werden die Besucher in Gruppen geführt.
Inge Keller kommt am 20. Mai nach Bad Lauchstädt
Die ‚Große alte Dame‘ des Deutschen Theaters kommt mit einem Kleist-Abend ins Goethe-Theater. Wegen einer Gastspielreise muss der ursprünglich am 22. April geplante Abend auf den 20. Mai 2012 verlegt werden. Die bereits gekauften Karten bleiben gültig, werden bei Verhinderung aber zurück genommen.
Knapp eine Million Euro fließen in diesem Jahr
in das Kursaal-Gebäude
Seit Oktober 2011 wird im Kursaal-Gebäude gebaut. Im Frühjahr dieses Jahres wurde das Mansard-Geschoss entkernt und die alte Trägerkonstruktion des spätbarocken Bauwerks freigelegt. Dabei haben die Bauleute umfangreiche, konstruktiv-statische Schäden am Dachstuhl des Hauses festgestellt, die in diesem Ausmaß zunächst nicht erwartet wurden. Echter Hausschwamm hat sich großflächig ausgebreitet und die nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels bemalte Decke des früheren Tanz- und Speisesaals hat sich um 8 cm gesenkt. Für 2012 hat das Finanzministerium Sachsen-Anhalt 930.000 € bereit gestellt, um die Notsicherung des Gebäudes beginnen zu können. Noch in der Planungsphase sind die endgültige denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes und der Bau eines neuen Funktionsgebäudes. Die Federführung des Projektes obliegt dem Landesbetrieb Bau, Niederlassung Süd in Halle.
