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Herzlich willkommen in Bad Lauchstädt

11. bis 14. September 2014: Festspiel der deutschen Sprache

Fotos: Kerstin Schomburg, Matthias Horn, Andreas Biesenbach (4), Bernhard Kühmstedt,
Liljana Elges, Chris Gonz, Matthias Creutziger, Archiv, PR

220 Jahre Zauberflöte in Bad Lauchstädt

„Eine innige Leidenschaft — die Lauchstädter Mozart-Tradition“1. Mai bis 31. Oktober 2014 im Herzog-Pavillon:

Sonderausstellung zum 220. Jubiläum der
Erstaufführung der ZAUBERFLÖTE
am 3. Juli 1794 in der Inszenierung Goethes

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Theatersommer 2014

Am 1. Mai wurde der Theater-Sommer 2014 eröffnet. 31 Vorstellungen finden bis zum 25. Oktober auf der Bühne des historischen Hauses statt, darunter Gastspiele der Oper Halle, Lautten-Compagney Berlin, des Landestheaters Coburg, von Concerto Royal Köln und der Kammeroper München.
Die Händelfestspiele Halle finden vom 7. — 15. Juni in Bad Lauchstädt statt, das Festspiel der deutschen Sprache bringt vom 12. — 14. September u.a. Schillers „Don Karlos“ in prominenter Besetzung auf die Bühne.

Der in Salzburg, Berlin, New York und jüngst in Paris bejubelte Mozart-Tenor Pavol Breslik singt am 30. Mai im Goethe-Theater Franz Schubert „Die schöne Müllerin“. Am Flügel wird er begleitet von dem Pianisten Amir Katz.
Bereits am 11. Mai erklingt im Goethe-Theater Schuberts „Forellen-Quintett“, gespielt von Bernd Glemser (Klavier) und dem Vogler-Quartett Berlin.

Wie vor über 200 Jahren ...

begrüßt das Goethe-Theater Bad Lauchstädt Theater- und Opernfreunde, die unserem idyllischen Landstädtchen und seiner großen Tradition als Goethestadt die Ehre eines Besuches erweisen.

1791, mit dem Debüt des Weimarer Hoftheaters am 13. Juni, beginnt für Bad Lauchstädt die Zeitrechnung als überregional anerkannter Aufführungsort für Theater, Oper und Konzert. Am 26. Juni 1802 wird der von Goethe initiierte Neubau nach kürzester Bauzeit mit Mozarts Oper "La Clemenza di Tito" eröffnet.

Seit 1834 kann sich unser Theater in die Reihe der authentischen Wagner-Stätten stellen, begann der weltberühmte Komponist doch hier seine Laufbahn als Kapellmeister.

Noch einmal bekräftigt wird die Sonderstellung der Lauchstädter Bühne 1912, als sich in Anwesenheit Gerhart Hauptmanns, des bedeutendsten deutschen Dramatikers des 20. Jahrhunderts, der Vorhang zu dessen Drama "Gabriel Schillings Flucht" hebt.

Nur in Bad Lauchstädt zu finden ist ein stets einmaliges Zusammengehen zeitgenössischer Bühnenkunst in Form von ausgewählten Theatergastspielen deutschsprachiger Theater und Ensembles mit dem von Goethe selbst konzipierten, nach seinen Vorgaben errichteten und seither über Generationen treulich bewahrten Theaterbau.

Der Zuschauerraum, im klassischen Farbkanon weiß, ocker und pompejianisch rot, seine außergewöhnliche Akustik und dabei intime Atmosphäre ist legendär und begeistert Darsteller und Zuschauer immer neu.

Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren Goethes und erleben Sie die Welt der Kunst und des Theaters in einer nur hier zu findenden Synthese aus Architektur, Gartenkunst und Kulturgeschichte.


Die ruhmreiche Lauchstädter Theatergeschichte ...

wäre nie geschrieben worden, hätte es nicht den Kurbetrieb und die Heilquelle gegeben. Letztere wurde 1710 auf herzoglichen Befehl baulich gefasst. Damit ist der Lauchstädter Heilbrunnen genauso alt wie das nicht minder berühmte erste europäische Porzellan aus Meißen!

Das Luxus- und Modebad erblühte ab 1775, als der Dresdner Hof seine Sommerresidenz mehrfach nach Lauchstädt verlegte. Das alte Renaissanceschloss der Sachsen-Merseburger Herzöge war den verwöhnten Dresdnern zu unscheinbar.

Man beauftragte J. W. Chryselius, den Merseburger Stiftsbaumeister, mit dem Bau einer modernen Kuranlage. Der Dresdner Barock steht bei diesen Bauten ganz unverkennbar Pate.

Noch heute machen Kurhaus und Pavillons in ihrer Eleganz und Anmut den besonderen Stil Bad Lauchstädts aus. Die Noblesse des Interieurs im Historischen Kursaal wird entscheidend durch die Ausmalung des frühen 19. Jahrhunderts geprägt, die der preußische Staat, dem Lauchstädt nach 1815 anheim gestellt war, durch keinen geringeren als Karl Friedrich Schinkel vornehmen ließ.

Obwohl seit 1941 der reguläre Kurbetrieb in Bad Lauchstädt eingestellt ist, sind die heutige Goethestadt Bad Lauchstädt und die Historischen Kuranlagen nach wie vor darauf eingestellt, Gäste zu empfangen und zu beherbergen. Die historischen Gebäude des Kurbades dienen öffentlichen, musealen und kulturellen Zwecken. Umfangreiche Restau-rierungen in den sechziger und neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts machen uns den alten Glanz des Luxus- und Modebades sehr gegenwärtig.

Der Kursaal ist einer der reizvollsten Konzert- und Festsäle Mitteldeutschlands, mit dem herzoglichen Spielsalon von 1735 und dem pittoresken Kolonnadengang ist eine liebevoll bewahrte Erinnerung an das Luxus- und Modebad überkommen.

Hinter dem Kurparkteich befindet sich in einem offenen Pavillon die Büste Christianes, der Gefährtin und Ehefrau Goethes, die persönlich eng mit Lauchstädt verbunden war. Das Ensemble wird komplettiert durch das frühere Badehaus aus dem Jahre 1823 und eine zierliche Villa im Stil der italienischen Renaissance.

In das Bild des Kurparks hinein wirken die an der Bäderarchitektur des 19. Jahrhunderts orientierten Gebäude des Lauchstädter Brunnenversandes und die schöne und bemerkenswert ausgestattete Bad Lauchstädter evangelische Pfarrkirche.